Alternatives Wohnen ist eine neue Möglichkeit für ältere Menschen selbstgestalterisch ihren Lebensabend zu verbringen.
Abseits von klassischen Altenhilfseinrichtungen bietet sich hierbei für jeden die Gelegenheit selbst mitzubestimmen, wie und mit wem er im Alter zusammen leben möchte.
Anonymität und Massenbettenräume können so umgangen werden.
Das Ziel des alternativen Wohnens ist es, auf die persönlichen Bedürfnisse der einzelnen Bewohner bestmöglich einzugehen.
Das alternative Wohnen fungiert hierbei mehr als Wohngemeinschaft, denn als betreutes Wohnen. Je nach körperlichem Zustand der Mitbewohner ist es möglich eine Betreuung durch Fachkräfte oder etwaig auch durch die anderen Mitglieder der Gemeinschaft zu gewährleisten.
Alternatives Wohnen ist somit eine Zwischenstufe zwischen den eigenen vier Wänden und dem vollbetreuten Leben in einem Alters- oder Pflegeheim. Die Zusammenstellung der WG wird nach körperlichen Beeinträchtigungen bzw. den noch vorhandenen Fähigkeiten gestaltet. So wird gewährleistet, dass nur Menschen zusammenleben, die ähnliche körperliche oder geistige Beeinträchtigungen haben.
Die Finanzierung wird zum Teil durch die Bewohner selbst getragen. Die weiteren Kosten des Alternativen Wohnens werden von der Pflegeversicherung übernommen. Das Konzept besteht also darin, dass sich die älteren Menschen in einem möglichst privaten und dennoch selbstgestalteten Wohnraum wohl und trotzdem sicher und geborgen fühlen. Die gegenseitige Unterstützung ist hierbei genauso Teil des Konzepts, wie auch die möglicherweise notwendige Betreuung durch Fachpersonal.
Auch die Bundesregierung setzt auf Mehrgenerationenhäuser. Mit dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser sollen bis 2010 439 Häuser in Deutschland entstehen. Eines in jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis. Jedes Haus soll mit 40.000 € jährlich gefördert werden.
Das Ziel des alternativen Wohnens ist somit ein Plus an Lebensqualität für alle Beteiligten, bei gleichzeitig vernünftigen finanziellen Anforderungen und die Chance?????? im Rahmen der Möglichkeiten so lange wie möglich ein normales und aktives Leben zu führen.
Dadurch bieten sich Vorteile gegenüber üblichen Alten- oder Pflegeheimen, in denen sich ältere Menschen häufig isoliert und von der Gesellschaft abgekapselt fühlen.